Gott, der Heilige - Gott, der Fremde

Gott ist heilig. Das glauben Christen – und wissen doch oft nicht, wie sie damit umgehen sollen. Gedanken zu einem sperrigen und doch wichtigen Thema.

Für Gisela Beyer wird der 5. August 2010 vermutlich ihr Leben lang ein Tag der Freude und der Trauer bleiben: Während ihre zweite Tochter an diesem Tag einen gesunden Enkelsohn  auf die Welt bringt, wird ihre jüngste bei einem Hilfseinsatz in Afghanistan ermordet. Im Rückblick schreibt die Ärztin: „Die Nachricht konfrontierte mich mit der Heiligkeit Gottes. Er ist der Herr über Leben und Tod. Punkt. Nach und nach tastete ich mich heran, um es irgendwie zu verstehen. Aber menschliches Erkennen ist Stückwerk, das gilt bis heute, auch wenn wir vieles erlebt haben, durch das etwas Licht in das Geschehen gekommen ist.“1

Auch wenn nicht alle Christen eine so dramatische Erfahrung machen wie diese Mutter, kommen die meisten doch irgendwann an einen Punkt, an dem sie merken: „Gott ist anders, er ist größer und souveräner als ich es bisher gedacht habe! Er tut Dinge, die ich nicht verstehe, ja von denen ich das Gefühl habe, dass sie meinen Verstand übersteigen.“ Frau Beyer bringt diese Erfahrung mit einer Eigenschaft Gottes in Verbindung, die schwer fassbar ist: Seine Heiligkeit. Dass Gott heilig ist, gehört für viele Christen zwar zum Wesen ihres Glaubens dazu. Aber was das bedeutet und wie man damit umgeht, wenn man mit dieser Seite Gottes konfrontiert wird – das bleibt oft merkwürdig unklar. Warum eigentlich? Haben die Theologen darin versagt, uns diesen Begriff nahezubringen? Oder ist Gottes Heiligkeit einfach etwas, das wir als Menschen nicht begreifen können?

Heilig, was bedeutet das?

Vielleicht fällt es uns heute noch schwerer als den Menschen vergangener Epochen, den Begriff „Heiligkeit“ mit Leben zu füllen. Er wirkt antiquiert und kommt in unserem Alltag kaum noch vor. Was bleibt, ist höchstens eine Ehrfurcht vor einigen Lebensbereichen, die als unantastbar und absolut schützenswert – eben als heilig – gelten. Aber auch hier ist seltsam unklar, was damit gemeint ist. Kein Wunder, das Christen wie Nichtchristen sich unter diesen Voraussetzungen mit der Vorstellung eines heiligen Gottes schwer tun.

Dabei gehört der Begriff wesentlich zum Glauben dazu.2 Nicht nur Christen kennen einen heiligen Gott. Stattdessen gibt es in den unterschiedlichsten Religionen und Kulten einen Bereich des Göttlichen, der sich von dem des Menschen völlig unterscheidet. Oft gibt es auch geweihte Gegenstände und heilige Riten, die den Menschen mit Ehrfurcht und teilweise mit Angst erfüllen. Dabei ist immer klar: Wer in Kontakt mit heiligen Orten, Gegenständen oder Personen kommt, kommt in Berührung mit dem Göttlichen.3

Heilig meint, Gott ist der ganz Andere

Das biblisch-christliche Verständnis von Heiligkeit deckt sich zuerst einmal mit dieser religionsgeschichtlichen Beobachtung. Das wird deutlich, wenn man sich die Wörter anschaut, die in den biblischen Sprachen Hebräisch und Griechisch für „heilig“ verwendet werden: Das hebräische „qadosch“ leitet sich vermutlich von einer Wurzel ab, die „abgetrennt, abgesondert“4 bedeutet und meint das Gegenteil von allem Weltlichen, Alltäglichem, Ungeweihten.5 Das griechische „hagios“ bedeutet „heilig, rein“ und als Verb „hagiadzo“ „weihen, heiligen“.6

Wenn Gott als der Heilige bezeichnet wird, dann soll dem Menschen damit gezeigt werden, dass Gott der ganz Andere7 ist, der sich mit nichts auf dieser Welt vergleichen lässt (Jesaja 40,25). Er ist nicht ein Teil unserer menschlichen Welt mit ihren Beschränkungen und Begrenzungen. Wir Menschen können über ihn nicht verfügen. Stattdessen ist Gott abgesondert, abgetrennt von unserem menschlichen Sein – als ob er auf der anderen Seite des Zaunes stünde. Deswegen fällt es uns auch so schwer zu begreifen, was die Bibel genau meint, wenn sie von Gottes Heiligkeit spricht. Wie sollen wir etwas verstehen, das wir mit unseren Sinnen, unserem Verstand und unseren Gefühlen nicht wahrnehmen können und für das wir keine Vergleichsmöglichkeiten haben?

Doch obwohl Gottes Heiligkeit für uns Menschen nicht begreifbar ist, zeigt sie sich immer wieder da, wo Gott und Mensch sich begegnen. Besonders das Alte Testament ist voller Geschichten, die uns erahnen lassen, wer dieser heilige Gott ist – und was seine Heiligkeit mit uns Menschen macht. Diese Geschichten können uns deswegen helfen, dem Unbegreiflichen auf die Spur zu kommen.

Macht euch nicht lächerlich!

Da ist zum Beispiel Jesaja, der zu Beginn seiner Prophetenlaufbahn eine Begegnung mit Gott hat, die ihn völlig aus der Bahn wirft: Gott erscheint ihm in einer Vision im Tempel (Jesaja 6,1-4). Jesaja sieht dabei auch Engel, sogenannte Seraphim, die für uns Menschen eine erschreckende und beeindruckende Erscheinung sein müssen. Doch selbst diese himmlischen Wesen können die Gegenwart Gottes nicht ertragen, ohne sich entsprechend zu verhalten. Und angesichts der Größe Gottes rufen sie einander zu: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Allmächtige!“ Zu sagen, dass sich Jesaja sich in diesem Moment völlig unbedeutend vorkommt, wäre eine Untertreibung. Stattdessen ist er buchstäblich zu Tode erschrocken und begreift, dass er nicht würdig ist, diesem Gott von Angesicht zu Angesicht zu begegnen.

Vermutlich hat diese Begegnung Jesaja und sein Verständnis von Gott tief geprägt. Deswegen weist er seine Landsleute in seinen späteren Prophetien und Visionen immer wieder darauf hin, dass Menschen Gott nicht in der Tasche haben. Es ist seiner Meinung nach geradezu lächerlich, wenn wir Gott mit einigen frommen Floskeln abspeisen oder ein frommes Theater spielen (Jesaja 29,13-16). Genauso wenig ergibt es Jesaja zufolge einen Sinn, wenn wir uns einbilden, Gott und sein Handeln genau verstehen oder unser Glück ohne ihn machen zu können (Jesaja 55).

Hier wird deutlich, das Gottes Heiligkeit viel mit unserem Denken und unserer Haltung ihm gegenüber zu tun hat. James I. Packer schreibt dazu: „Unsere Gedanken über Gott sind nicht groß genug – wir rechnen einfach nicht mit der Grenzenlosigkeit Seiner Weisheit und Macht. […] Wir gehen, wenn wir uns Gott vorstellen, viel zu sehr von uns aus. Stellt das richtig, sagt Gott. Begreift endlich die ganze Majestät eures unvergleichbaren Gottes und Erlösers – und anerkennt sie!“8 Das Bewusstsein um Gottes Heiligkeit bewahrt mich als Christ also davor, ihn meinem Vorstellungsvermögen anzupassen oder in Schubladen einzuordnen, statt ihn als meinen Schöpfer und König zu sehen. Wenn mir dieses Bewusstsein fehlt, kann ich Gott bitten, mir eine neue, größere Sicht auf ihn zu schenken.

„Komm uns bitte nicht zu nahe!“

Jesaja war nicht der erste Israelit, der erkannt hat, dass Gott heilig ist. Die ganze Geschichte seines Volkes war von dieser Erkenntnis geprägt, auch wenn das nicht nur positive Erfahrungen beinhaltete. Einige Älteste des Volkes Israel haben zum Beispiel eine Kostprobe von Gottes Heiligkeit zu sehen bekommen und versuchen sie mit Worten zu beschreiben (2. Mose 24,9-18). Diese Begegnung mit Gott muss für die Männer sehr eindrücklich gewesen sein und sie sind sich darüber im Klaren, dass sie danach eigentlich nicht hätten weiterleben dürfen. Denn auch dieses Wissen war tief im jüdischen Volk verankert: Jeder Mensch, der Gott sieht, muss sterben – weil Gott eben der völlig Andere ist, in dessen Gegenwart wir nicht bestehen können (1. Mose 32,31Richter 6,22-23; vgl. Johannes 1,18). Auch die Israeliten als ganzes Volk erleben, wie Gott ihnen am Berg Sinai für ihre Sinne wahrnehmbar nahekommt. Das Erlebnis ist so eindrücklich und zugleich so beängstigend, dass die Menschen Mose bitten, zukünftig davon verschont zu bleiben (vgl. 2. Mose 19,9-25 und 20,18-23). Vielleicht war es die Erkenntnis von Gottes absoluter Reinheit und Schuldlosigkeit, die die Israeliten zu dieser Bitte bewog. Denn zu Gottes Heiligkeit gehört zentral, dass in seiner Gegenwart keine Schuld, keine Ungerechtigkeit, noch nicht mal ein schmuddeliger Gedanke oder ein böses Wort bestehen können.

Paradoxerweise trennt uns Gottes Heiligkeit aber nicht nur von ihm. Denn Gott wendet sich in seiner Heiligkeit nicht von uns ab, sondern kommt uns entgegen. Weil er so völlig anders ist, kann er den einzelnen Menschen aus seiner Schuld und die ganze Welt aus ihrem kaputten Zustand retten: Er setzt seine Heiligkeit dazu ein, damit wir Menschen aus unserem unheiligen Zustand befreit werden. An diesem Punkt unterscheidet sich das christliche Verständnis von Heiligkeit von dem anderer Kulte und Religionen.

Gott macht sich zugänglich

Allerdings läuft dieser Annäherungsprozess Gottes an den Menschen etappenweise und nicht ohne Spannungen ab. Das Volk Israel erlebt das in seiner Geschichte immer wieder. Gott hat sich diese kleine Nation ausgesucht, um ihr beispielhaft für alle anderen Völker eine Begegnung mit ihm zu ermöglichen. Das geht aber nicht mir nichts, dir nichts über die Bühne. Die Israeliten erleben zwar die Nähe Gottes und seine Fürsorge unmittelbar, Gott fordert sie aber auch zu einem Lebensstil auf, der seiner Gegenwart angemessen ist.

Aus diesem Grund gibt Gott den Juden eine ganze Reihe von Geboten – die sogenannten Heiligkeits- oder Kultgesetze (3. Mose 11-15 und 17-22). Sie sollten ermöglichen, dass an und für sich unheilige Menschen in der Gegenwart eines heiligen Gottes leben konnten. Laut diesen Gesetzen mussten manche Lebensmittel zum Beispiel gemieden werden. Wer durch bestimmte Körperausscheidungen verunreinigt war, musste sich durch rituelles Waschen reinigen. Auch die Priester mussten sich an bestimmte Vorgaben halten, damit sie ihren Dienst für Gott würdig verrichten konnten (3. Mose 21,1-8). Es gab geheiligte Tage und Orte, an denen man sich besonders zu verhalten hatte (2. Mose 3,2-83. Mose 16,29-43). Wer sich nicht an diese Gebote hielt, musste ein Opfer zu Wiedergutmachung bringen, wurde aus dem Volk ausgestoßen und im schlimmsten Fall drohte ihm die Todesstrafe. Immer wieder kam es auch vor, dass Gott selbst radikal eingriff, wenn Menschen den Geboten nicht gehorchten oder gegen ihn rebellierten (3. Mose 10,1-7Josua 7).

Ihr sollt heilig sein, weil ich heilig bin!

Für unsere Ohren hören sich viele dieser Bestimmungen unverständlich an, die angekündigten Strafen wirken teilweise drakonisch. Diese strengen Vorgaben des Alten Testamentes werden jedoch etwas verständlicher, wenn man sich den Grund für diese Gesetze vor Augen führt: Gott will, dass sich das Volk zu seinem eigenen Schutz und zu Gottes Ehre bewusst ist, mit wem es durch die Wüste zieht, bzw. wen es in seinem Tempel in Jerusalem verehrt! Die Gebote machen dem Volk symbolisch deutlich, dass es zu dem gehört, der völlig anders ist. Mit jeder rituellen Waschung, mit jedem koscher zubereiteten Essen vergegenwärtigte sich der fromme Jude, welches Vorrecht, aber auch welche Verantwortung es ist, den heiligen Gott zu kennen und ihm zu dienen. So lautet die Begründung für die rituellen Gesetze auch immer wieder: „Ihr sollt heilig sein, weil ich, der Herr, euer Gott, heilig bin.“ (3. Mose 19,2).

Gott legt die Messlatte hier extrem hoch an – aber nicht per se zu hoch. Denn da wir Menschen als sein Ebenbild ursprünglich ein Stück von seiner Heiligkeit widerspiegeln sollten, hätte ein solcher Lebensstil unserer Bestimmung entsprochen. Weil sich die ersten Menschen jedoch von Gott abgewandt haben und dadurch von ihm getrennt wurden, scheitern heute zwangsläufig alle an diesem Anspruch. Gott weiß das und lässt den Israeliten deswegen immer wieder sagen, dass sie eines Tages dauerhaft in seiner heiligen Gegenwart leben können, ohne dabei auf Opfer und Heiligkeitsgesetze angewiesen zu sein (Hesekiel 36).

Stattdessen öffnet Gott dem Menschen einen Weg, selbst heilig zu werden – also zur göttlichen Sphäre dazuzugehören. Diese Veränderung passiert nicht, weil die Menschen auf einmal doch noch besonders fromm geworden sind oder sich moralisch weiterentwickelt hätten. Sie geschieht, indem Gott selbst Mensch wird: Jesus bietet als Sohn Gottes seine Heiligkeit an und nimmt dafür das weg, was uns von Gott trennt (Römer 3,10-12 + 23). Indem er stellvertretend am Kreuz für unsere Schuld stirbt, wird er zum Opfer schlechthin und reinigt uns von unserer Schuld (Jesaja 53Hebräer 10). Die schweren Strafen, die im Kultgesetz angeordnet waren und die Erkenntnis Jesajas, als sündiger Mensch in Gottes Gegenwart nicht leben zu können, gipfeln in diesem stellvertretenden Tod Jesu.

Wer dieses Opfer für sich in Anspruch nimmt, kann zukünftig in Gottes Gegenwart kommen, ohne bestimmte Riten und Gesetze einzuhalten. Gott verdeutlicht das wiederum mehrere Male symbolisch und macht deutlich, dass die Zeit des Opfer- und Heiligkeitskultes vorbei ist (Matthäus 27,50-51Apostelgeschichte 10Hebräer 9,1-14). Die gravierendste Erneuerung besteht allerdings darin, dass mit dem Gläubigen selbst etwas passiert: Gott schenkt ihm nicht nur seinen Heiligen (!) Geist (Römer 8,11-17Epheser 1,13-14) sondern bringt ihn wieder in einen heiligen Zustand: „Denn durch dieses eine Opfer hat er alle, die er heiligt, für immer vollkommen gemacht.“ (Hebräer 10,14) Hier endlich wird Gottes Anspruch an den Menschen Wirklichkeit! Aus diesem Grund spricht der Apostel Paulus die Gläubigen auch immer wieder mit „Heilige“ an – selbst da, wo sie rein äußerlich betrachtet diesem Anspruch durch ihren Lebensstil überhaupt nicht gerecht werden (Römer 1,71. Korinther 1,2).

Keine Angst, aber Ehrfurcht

Gott tauscht mit dem Menschen und bietet ihm an, zu seiner Sphäre dazuzugehören. Vergleicht man diese Aussichten mit der Angst der Israeliten oder der Selbsterkenntnis eines Jesaja, wird deutlich, wie privilegiert Christen sind, wenn sie Gott unbefangen begegnen können. Sie wissen: Gott ist der absolut Andere, aber seine Heiligkeit trennt sie nicht von ihm, sondern bringt eine Dimension in ihr Leben, die weit über alles Menschliche hinausgeht.

Heißt das im Umkehrschluss, dass der heilige Gott für Christen passé ist? Ein Blick ins Neue Testament macht klar, dass dem nicht so ist. Die Geschichte von Hananias und Saphira ist das vielleicht eindrücklichste Beispiel dafür: Das Ehepaar belügt die junge christliche Gemeinde. Als Konsequenz lässt Gott beide sterben (Apostelgeschichte 5). Hier wird deutlich, dass Gott sich nicht auf einmal in einen Kuschelgott verwandelt hat. Er ist und bleibt der Heilige, auch wenn er uns zugewandt ist.

In den Gebeten, die Jesus spricht oder seinen Jüngern lehrt, werden diese beiden Aspekte miteinander verwoben: Er nennt Gott „heiligen Vater“ und lehrt seine Jünger neben der vielsagenden Anrede im „Vater unser“ auch die Bitte „Geheiligt werde dein Name“ (Matthäus 6,9-10Johannes 17,11). In dem alten Wort „Ehrfurcht“ kommt schön zur Geltung, wie Christen diese Bitte in ihrem Leben umsetzen können. Duden Online definiert Ehrfurcht als „hohe Achtung, achtungsvolle Scheu, Respekt vor der Würde, Erhabenheit einer Person, eines Wesens oder einer Sache“.9 Christen können es einüben, Gott in einer solchen Haltung zu begegnen, indem sie ihm in ihren Gebeten zum Beispiel keine Vorschriften machen oder ihm ihr Vertrauen aussprechen, selbst wenn sie ihn nicht verstehen (Römer 9,14-21). Darüber hinaus sind Christen im wahrsten Sinne des Wortes dazu angehalten, Gottes Heiligkeit in einer Welt widerzuspiegeln, die die Andersartigkeit Gottes oft nicht nachvollziehen kann und manchmal nicht nachvollziehen will (1. Petrus 2,9). Das geht nur, wenn sich die Gläubigen durch die Hilfe des Heiligen Geistes auf ein Leben einlassen, das ebenfalls anders ist (Kolosser 3,12).

Fazit

Gottes Heiligkeit konfrontiert uns mit einer Seite Gottes, die wir kaum fassen können. Sie zeigt ihn uns als den völlig Anderen, der uns dennoch zugewandt ist. Es bleibt eine Herausforderung, diesem Gott zu begegnen und ihn dabei weder klein und berechenbar noch distanziert und angsteinflößend zu machen. Die Beschäftigung mit dem Thema lohnt sich trotzdem: Denn dass Gott heilig ist, ist vielleicht die tiefste und umfassendste Wesensbeschreibung Gottes. In ihr wird deutlich, warum Gott Gott ist. Es ist für Christen das größte Geschenk, dass sie zu genau diesem Gott Vater sagen dürfen und in seiner Gegenwart leben können.

 

Gisela Beyer, zitiert aus „Zeichen des Himmels. Als meine Tochter als Märtyrerin starb“ in der Zeitschrift Lydia 4/2011

Vgl. z.B. das Stichwort „heilig“ oder “heilige Stätten“ in Der Brockhaus in fünfzehn Bänden, Bd. 6, FA Brockhaus, Leipzig / Mannheim, 1998

Vgl. das Stichwort „Heilig / Rein“ in: Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament; Lothar Coenen und Klaus Haacker (Hrsg.), R. Brockhaus Verlag Wuppertal / Neukirchener Verlag, 2005

„Heiligkeit“in: Jerusalemer Bibellexikon, K. Henning (Hrsg.), Hänssler Verlag, Stuttgart, 1989. Und „Heilig“ in: Das große Bibellexikon, Bd. 2, H. Burkhardt / F. Grünzweig / F. Laubauch / G. Maier (Hrsg.), R. Brockhaus Verlag Wuppertal / Brunnen Giessen 1996

So die Erklärungen aus dem Schüler-Duden Fremdwörterbuch zum Wort „profan“. Dudenverlag, Mannheim-Leipzig-Zürich-Wien, 1992. Das große Bibellexikon, Bd. 2 benennt das hebräische Wort „chol“ (= profan) als Gegenteil zu „quadosch“ (a.a.O)

H. Balz / G. Schneider (Hrsg.), Exegetisches Wörterbuch zum Neuen Testament, Bd. 1, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 1992

Rudolf Otto prägte diesen Begriff für das Heilige. Er kennzeichnet es dadurch, dass es dem Menschen zum einen als „das Furchterregende schlechthin“ aber auch als „das Fesselnde, Anziehende schlechthin“ gegenüber tritt (zitiert in Der Brockhaus in fünfzehn Bänden, Bd. 6, a.a.O.). 

James I. Packer, Gott erkennen. Das Zeugnis vom einzig wahren Gott, Verlag der Liebenzeller Mission, 1977, Bad Liebenzell, S. 78f. Packer bezieht sich ursprünglich auf Jesaja 40,12.

http://www.duden.de/rechtschreibung/Ehrfurcht; Stand 20.04.2015 / 14:20 Uhr